Die Betriebe und ausserschulischen Partner
Die beteiligten Betriebe haben, selbst nach anfänglicher Skepsis, das neue Modell der Praktikumsblöcke mit großer Mehrheit befürwortet. Zudem konnten durch eine intensive Betreuung der Schülerinnen und Schüler und auch der Praktikumsbetriebe durch die beteiligten Lehrkräfte auftretende Schwierigkeiten schnell und zuverlässig gelöst werden.
Die Erfahrungen aus dem "Testlauf" der 8. Klasse, an dem sich 19 Betriebe beteiligten, zeigen, dass ein wöchentlicher Praxistag nur in seltenen Fällen betriebliche Abläufe mehr belastet als die gewohntere Form des Blockpraktikums. In einigen Fällen konnten sogar Betriebe mit zunächst skeptischer Haltung eine geringere Belastung feststellen und damit als Partnerbetriebe gewonnen werden.
Insgesamt wurde der enorme Mehrbedarf betrieblicher Kapazitäten deutlich, wenn das neue Modell nicht zu Lasten anderer Schulen dauerhaft etabliert werden soll. Hier wird weiterhin viel Netzwerkarbeit erforderlich sein, um einen Pool möglicher Praxisbetriebe zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig erfordert zumindest die Einführungsphase des neuen Modells auch, dass die Betreuung der Jugendlichen in den Betrieben durch die Lehrkräfte noch intensiver erfolgen muss, um rasch und verlässlich auf Schwierigkeiten reagieren zu können und so externe Partner selbst bei schwierigen Schülerinnen und Schülern als Praxisbetriebe halten zu können.
Das "Bekannt machen" des neuen Modells erfordert ebenfalls Zeit - und muss nach unseren Erfahrungen in jedem Fall sowohl die ortsansässigen Betriebe und Institutionen als auch deren Interessensvertetungen einbeziehen. Es war in unserem Fall deutlich als wechselseitige "Erprobung" gekennzeichnet - es konnte nicht darum gehen, ein abgeschlossenes Modell lediglich zu "verkaufen", sondern ein entwickeltes Konzept an und mit der betrieblichen Wirklichkeit zu überprüfen und ggf. zu modifizieren.

