Schon von Anfang an wurde die Installation einer Schülerfirma in Erwägung gezogen. Einerseits, weil Förderschülerinnen und -schüler eher praktisch veranlagt sind und sich kognitive Erkenntnisse über das Handeln bzw. die Reflektion des eigenen Handelns erarbeiten. Andererseits ist das Lernen in wirtschaftsnahen Zusammenhängen eine gute Einstimmung auf die Arbeitswelt und konfrontiert sie mit den dort herrschenden Verhältnissen und Anforderungen – ihre Ausbildungsreife kann hier sinnvoll gefördert werden. So wurde auf dem Lehrerforum am 7. Mai 2003 beschlossen, ein Cafeteria-Projekt als Testlauf für eine spätere Schülerfirma ins Leben zu rufen. Dafür sollte der Hauswirtschaftsunterricht der Klassen des achten Jahrganges geblockt werden. Für den Projektbeginn wurde der Herbst 2003 anvisiert.
Am 1. September ging es dann los.
Im Vorfeld gab es eine Fortbildung zu Schülerfirmen und einige Kolleginnen und Kollegen haben eine Exkursion zu Schülerfirmen an Berliner Förderschulen unternommen, um erste konkrete Eindrücke und Vorstellungen zu bekommen und sich etwas Mut zu machen. Die Erfahrungen wurden anschließend dem gesamten Kollegium im Forum mitgeteilt. Mehr dazu können Sie im Erfahrungsbericht s.u. nachlesen
Vorbereitet und begleitet wurde das Projekt dann durch die AG Cafeteria, die aus den drei Klassenlehrerinnen und -lehrern des 8. Jahrganges, der Hauswirtschaftslehrerin und der Motivationscoachin bestand. Der Probelauf war sehr zufriedenstellend und der achte Jahrgang blieb für das komplette Schuljahr im Cafeteria-Projekt.
Allerdings stellte sich bald heraus, dass sich in der bisherigen Struktur das Potential an Fördermöglichkeiten nicht ausreichend nutzen ließ. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Etablieren einer, relativ autonom von Schülerinnen und Schülern geführten, Schülerfirma die Fähigkeiten unserer Jugendlichen überfordert. Insbesondere Buchführungs- und Leitungsaufgaben sind zu anspruchsvoll für die meisten (Buchführung wurde ab dem 2. Halbjahr 2003/2004 in einer Schüler-AG getestet).
So haben Schulleitung und Aktivteam ein neues Konzept entwickelt, dass den vorhandenen Strukturen und den Förderschülerinnen und -schülern eher entspricht. Cafeteria und Buchführung sind jetzt Bestandteil des Oberstufenbandes, die Idee der Schülerfirma wurde aufgegeben.
Kurzbeschreibung des Projektes
Dreht sich alles nur um Brötchen?
Die ausführliche Geschichte des Cafeteria-Projektes …
Arbeitsblätter:
Angebotsplanung und Arbeitseinteilung
Autorin: Angela Plentz








