Auswertung der Fragebögen zur Einschätzung der AG-Arbeit (Lehrer-AGs) an der ALS

 

In Abstimmung mit der Schulleitung (Vorüberlegungen zur Fragebogenaktion) hat die Motivationscoachin einen Fragebogen zur Reflektion, der in der SchiLf entwickelten, neuen Arbeitsstruktur an der Astrid-Lindgren-Schule entworfen. Diese Fragebögen wurden während der AG-Sitzung verteilt und sollten von jedem einzeln ausgefüllt werden. Je nach Zeit und Diskussionsbedarf bestand die Möglichkeit auf der Grundlage der Fragebögen zu diskutieren und zu reflektieren. In einer Gruppe wurde der Auftrag falsch verstanden, so dass die gesamte Gruppe gemeinsam einen Fragebogen ausgefüllt hat und somit die Diskussion schon dabei führte (dies ist bei der Lektüre der Auswertung zu beachten). Am 15.02.2005 wurden:

  • die Ergebnisse im Kollegium vorgestellt,
  • Interpretationsmöglichkeiten geboten und diskutiert sowie
  • Lösungen für den aufgetretenen Veränderungsbedarf gesucht und gefunden.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die neue Struktur, sich jeden Dienstag zu treffen, von der Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen akzeptiert und diesbezüglich keine Änderung gewollt wurde. Zudem hat die Mehrzahl einen Nutzen aus der eigenen AG-Arbeit gezogen - insbesondere die Aspekte

  • etwas, das dem eigenen Interesse entspricht, gemeinsam zu tun,
  • persönlicher Austausch in der Gruppe als auch
  • praktischer Nutzen des gemeinsam Erarbeiteten wurden hervorgehoben.

 

Deutlich wurde aber auch, dass man nicht mitbekam, was in den anderen AGs lief und so der Nutzen derselben nicht wertgeschätzt werden konnte. Es war Vielen nicht klar, was die Anderen für sie taten/erarbeiteten (teilweise sicherlich auch, weil noch nicht viele Resultate vorliegen konnten) und der Wusch nach mehr Transparenz und Partizipation in der Steuerungsgruppe wurde benannt. Darüberhinaus wurde mehr kollegialer Austausch gewünscht und Einigen war nicht klar über welche Kompetenzen ihre AG verfügt.

 

Durch die sehr offene und ehrliche Beantwortung der Fragebögen wurde zudem sichtbar, dass eine AG ein erhebliches Problem in der Zusammenarbeit hatte - insbesondere konnte keine konstruktive Arbeitsatmosphäre dauerhaft hergestellt werden. Dieses wurde ebenfalls am 15.02. 2005 benannt und Moderation zur Konfliktlösung angeboten. 

 

Zufriedenheit bestand bei Einigen darüber, endlich eine verlässliche Terminregelung zu haben, kontinuierlich an Themen zu arbeiten sowie vor und nach den AG-Terminen mehr Möglichkeiten für formellen und informellen Austausch zu haben. Unter Anderem hat sich beispielsweise das Treffen von Absprachen erheblich erleichtert, da man jetzt damit rechnen konnte, alle Kolleginnen und Kollegen am Dienstag zu treffen. (Ein Großteil des Kollegiums ist durch die RIK-Arbeit mehrere Tage pro Woche nicht in der ALS anwesend und die zwei Standorte unserer Schule verschärfen die Situation, dass sich manche Kolleginnen und Kollegen gar nicht oder nur sehr selten sehen. Unter diesen Umständen war es oft sehr umständlich überhaupt gemeinsame Gesprächstermine zu vereinbaren). 

 

Aus dem erhobenen Veränderungsbedarf entstanden folgende konkrete Veränderungen:

  1. Zwei AG-Termine pro Halbjahr wurden in ein AG-Plenum umgewandelt, an dem das gesamte Kollegium teilnimmt. Dort wird über die Entwicklungen in den einzelnen AGs berichtet, es werden Bekanntmachungen (z.B. von der AG Kommunikation und Materialbörse über die neuen Anordnungen der Lehrmittel) oder Ergebnisse ins Kollegium gegeben (z.B. von der AG Förderplan die Entwürfe für Förderpläne mit der Bitte, dass einzelne Kolleginnen und Kollegen diese in der Praxis testen und Erfahrungen rückmelden), Probleme angesprochen und geklärt sowie - mit Kaffee und Kuchen - Erfolge gefeiert. Das AG-Plenum dient dem Bedarf an mehr Partizipation und Transparenz zwischen den AGs.
  2. Außerdem wurden zwei Termine pro Halbjahr für kollegialen Austausch eingerichtet, der in Klassenstufen stattfindet, auch dies war ein ausdrücklicher Wunsch vieler.
  3. Darüberhinaus wurde es den AGs anheim gestellt, den Ort ihrer Treffen selbst zu bestimmen und Zeiten sinnvoll zu bündeln bzw. abzubummeln.

 

Schon vor diesen Veränderungen wurde ein vielfältiger Nutzen der neuen Arbeitsstruktur für die Astrid-Lindgren-Schule bzw. das Kollegium gesehen.

Hier eine kurze Zusammenfassung aus den Rückmeldungen:

  • Aufbruchstimmung und Dynamik "wir haben uns auf den Weg gemacht!"
  • Alle tun etwas und arbeiten verbindlich mit, statt dass Einzelne sich zu wichtigen Themen mühen und ihre Arbeit nicht immer positiv von den Anderen aufgenommen und übernommen wird.
  • Der Gedankenaustausch ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung  mit Themen/Problematiken.
  • Die Arbeitsschwerpunkte werden kontinuierlich und systematisch weiterentwickelt.
  • Zukünftig wird man durch diese Zusammenarbeit Arbeitsentlastung erfahren.
  • Das Oberstufenband hätte ohne die AG-Arbeit nicht eingeführt werden können.
  • Es werden gemeinsam Förderpläne entwickelt und so muss nicht jeder selbst nach Lösungen suchen.
  • Die Schule profiliert sich im positiven Sinne.

 

Autorin: Angela Plentz

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