Cafeteriastation Produktion von Pausenangebot und Catering
Kaufmännische Station Abrechnung, Ein- und Verkauf für die Cafeteria
Station Werken/Technik Produktion
PC-Station Grundlagen erwerben
Berufsorientierung und Bewerbungstraining
Sozialkompetenz (Sensibilisierung für und Training von Team- und Konfliktfähigkeit
Das Oberstufenband

 

Die Erfahrungen aus dem Cafeteria-Projekt hatten gezeigt, dass der wöchentliche Abstand zwischen den Arbeitseinsätzen ungünstig war (s. Erfahrungsbericht Cafeteria). Dementsprechend war anzunehmen, dass auch das Konzept der Praxistage kein geeignetes Modell für die meisten Schülerinnen und Schüler unserer Schule sein würde.

 

Stattdessen benötigen sie in kurzen Abständen wiederkehrende Arbeitsabläufe, um Routine in ihrer Arbeit zu entwickeln und die Arbeitszusammenhänge zu begreifen. Ebenso sind Stringenz und regelmäßiges Feedback zu vorher festgelegten Erwartungen sehr wichtig, damit neben der Leistung auch das eigene Verhalten von den Schülerinnen und Schülern wahrgenommen, eingeschätzt und verbessert werden kann.

 

Außerdem waren noch nicht alle Arbeiten für eine funktionierende Cafeteria im Projektunterricht untergebracht, so dass auch dahingehend Lösungen gesucht werden mussten.

 

Die Erfahrungen des Qualifizierungslotsen, der in den achten und neunten Klassen Unterrichtseinheiten zur Berufsorientierung und Bewerbungstraining durchgeführt hatte, bestätigten diese Einsicht. Da er meist Doppelstunden im wöchentlichen Rhythmus angeboten hatte und die Schülerinnen und Schüler viel Zeit benötigten, zog sich beispielsweise das Erstellen der Bewerbungsmappen über Wochen hin. Jede Woche war wieder viel Wissen von dem vorherigen Unterricht verloren gegangen und musste wiederholt werden. Ein intensives tägliches Training hätte den Zeitbedarf – bei gleichzeitiger Erhöhung der Ergebnisqualität – erheblich verkürzen können.

 

So entstand die Idee verschiedene Lern- und/oder Arbeitsstationen zu installieren, an denen die Schülerinnen und Schüler in kleineren jahrgangsübergreifenden Gruppen, vier Wochen lang, täglich, intensiv und fächerübergreifend ein Thema bearbeiten bzw. einen Arbeitsbereich abdecken. Jede Station hat neben fachlichen Inhalten mind. ein Förderziel zu benennen, so dass verschiedene Aspekte des Arbeits- und Sozialverhaltens gezielt gefördert werden können.

 

Diese Idee wurde auf der SchiLf im Juni 2004 vorgestellt und spontan mit großer Begeisterung vonseiten der Kolleginnen und Kollegen aufgenommen. Eine Arbeitsgruppe, die sich auf der SchiLf gebildet hatte, wurde umgehend mit der praktischen Umsetzung des Oberstufenbandes betraut.

 

Seitdem trifft sich diese Gruppe wöchentlich für ca. eine Stunde und hat sehr viel zu regeln. Aus einer Auflistung von notwendigen und möglichen Stationen wurden acht für die Umsetzung ausgewählt, Lehrkräfte für diese Stationen mussten gefunden werden, die Inhalte und Abläufe der einzelnen Stationen mussten von den beteiligten Lehrkräften formuliert werden, ein günstiger Anfangstermin war zu suchen, die Schüler mussten in Gruppen eingeteilt werden, Raster für Lernberichte waren zu entwerfen …

 

Aufgrund des hohen Engagements dieser Arbeitsgruppe konnte schon am 15. November 2004 mit dem ersten Durchgang begonnen werden. Die Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Jahrgänge haben im ersten Schulhalbjahr 2004/2005 in gemischten Gruppen an 8 verschiedenen Stationen ganz neue Erfahrungen machen können. Dass diese Arbeitsweise ihren Fähigkeiten mehr entsprach, war vom ersten Tag an zu spüren. So reduzierten sich viele Disziplinprobleme und die Arbeit wurde weitgehend sehr ernst genommen. Im zweiten Schulhalbjahr wurden die 7. und 8. Jahrgänge eingebunden. Aus organisatorischen Gründen gab es dann nur noch 7 Stationen:

  • Berufsorientierung/Bewerbungstraining
  • Arbeit am PC
  • Werken/Technik
  • Sozialkompetenztraining
  • Cafeteria/Produktion
  • Kaufmännische Abteilung
  • Wäschewerkstatt / Schülerzeitung musste leider entfallen.

 

Ab dem Schuljahr 2005/06 sollten die einzelnen Stationen vom Aktivteam dokumentierend begleitet und sinnvolle Ansätze für Evaluation entwickelt werden. Dabei steht im Fokus, ob die angegebenen Förderziele tatsächlich systematisch angestrebt werden und ob die verwendeten Methoden effektiv sind. Am Ende dieser Phase sollen von jeder Station Handreichungen oder Dokumentationsmappen vorliegen, die einen guten Eindruck von der Arbeit vermitteln und einen Transfer an andere Kollegien ermöglichen. Inzwischen hat sich gezeigt, dass durch die sehr kurze Vorbereitungsphase bis zum Start der Arbeit mit dem Oberstufenband noch Einiges inhaltlich und methodisch nachzuarbeiten oder zu bündeln ist, so dass das Aktivteam, gemeinsam mit den zuständigen Lehrkräften, diese Aufgabe vorerst oder parallel zur Dokumentation abarbeitet.

Stand 2005

 

Powerpointfolien (Überblick zum Oberstufenband) Stand 2006

Handreichung zum Oberstufenband

Aufgrund von geringeren Schülerzahlen wurde im Schuljahr 2005/06 auf 6 Stationen reduziert (Wäschewerkstatt fiel weg). Die Dokumentation der Arbeit in den Stationen finden sie in folgenden Mappen:

Cafeteriamappe

Kaufmännische Mappe

Werken/Technik Mappe

PC-Stationsmappe

Berufsorientierungsmappe

Sozialkompetenztraining

 

Autorin: Angela Plentz

 

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